Die häufigsten Gegenargumente bezüglich der Aussgae Jesus in Mt 12,39-40 sind folgende:

 

1.) Jesus könne mit "3 Tagen und 3 Nächten" nicht 72 Stunden gemeint haben:

 

Dieses Argument geht davon aus, dass "3 Tage und 3 Nächte" nicht 72 Stunden sein könnten, da Jesus nach der Kreuzigung an einem Freitag dann am folgenden Montag Nachmittag hätte auferstehen müssen. Diese Aussage unterstellt, dass "3 Tage und 3 Nächte" zwingend 72 Stunden bedeuten müsse - tut es aber nicht. Zwingend ist nur, dass Jesus explizit nach Tagen und Nächten differenziert und auch die Reihenfolge "Tag und Nacht" (nicht Nacht und Tag) vorgibt.

Demnach ist diese Aussage so zu verstehen:

- 1 angebrochener Tag = 1. Tag
- 1 ganze Nacht = 1. Nacht
- 1 Ganzer Tag = 2. Tag
- 1 ganze Nacht = 2. Nacht
- 1 ganzer Tag = 3. Tag
- 1 angebrochene Nacht = 3 Nacht

Damit kann die Zeitspanne "3 Tage und 3 Nächte" mindestens 48 Stunden + 1 Sek und maximal 72 Stunden bedeuten.

Die Chronologie, die von den Gegenern der Mittwochs-Chronologie aufgestellt wird, ist folgende:

- 1 angebrochener Tag = Freitag = Tod um 15h und Grablegung bis Sonnenuntergang
- 1 ganze Nacht = Nacht auf Sabbat (Samstag) = Jesus im Grab
- 1 ganzer Tag = Sabbat (Samstag) = Jesus im Grab
- 1 angebrochene Nacht = Jesus ist vor Sonnenaufgang auferstanden

Diese Chronologie hat maximal 39 Stunden und wir können hier nur von 2 Tagen und 2 Nächten sprechen !!!

Eine Chronologie, die oft propagiert wird, ist die Kreuzigung Jesu an einem Donnerstag und seine Auferstehung am Sonntag. Dieses Szenario stellt sich wie folgt dar (dann konnten allerdings die Frauen nicht nach dem Sabbath Spezereinen einkaufen und diese vor dem Sabbat zubereiten - Lk 23,56 und Mk 16,1):

1. Tag    = Donnerstag = Kreuzigung und Grablegung
1. Nacht = Nacht auf Freitag = großer Sabbat nach Jo 19,31 = Jesus im Grab
2. Tag    = Freitag = großer Sabbat = Jahresfest = Jesus im Grab
2. Nacht = Nacht auf den Wochensabbat = Jesus im Grab
3. Tag    = Wochensabbat = Jesus im Grab
3. Nacht = Sonntag in der Frühe vor Sonnenaufgang = Frauen am Grab = Grab ist schon leer

Wenn aber Jesus gar nicht an einem Sonntag auferstanden ist, sondern "am ersten der Sabbater" (erster Sabbat nach Passah), dann ist diese Darstellung genauso falsch:

Mk 16,9 JEsus aber, da er auferstanden war frühe am ersten Tage der Sabbater, erschien er am ersten der Maria Magdalena, von welcher er sieben Teufel ausgetrieben hatte. (Luther 1545)

rara
Die Chronologie, die in keiner Aussage der Bibel widerspricht, ist jedoch folgende:

1. Tag:    ein angebrochener Tag = 14. Abib = Mittwoch = Rüsttag des Passah 
1. Nacht: eine ganze Nacht = 15. Abib = Nacht auf Donerstag = großer Sabbat = 1. Tag der 
              ungesäuerten Brote
2. Tag:    ein ganzer Tag = 15. Abib = Donnerstag = großer Sabbat = 1. Tag der 
              ungesäuerten Brote
2. Nacht: eine ganze Nacht = 16. Abib = Nacht auf Freitag
3. Tag:    ein ganzer Tag = 16. Abib = Freitag = Rüsttag des Sabbath = Frauen kaufen Spezereien 
              und bereiten diese zu
3. Nacht: eine angebrochene Nacht = 17. Abib (3. Datumstag !!!) = Wochensabbat = 
              Auferstehung Jesu vor Sonnenaufgang, also in der Nacht, nach drei Tagen !!!
              Frauen kommen "am ersten der Sabbather" fürhe an das Grab, das schon leer war ...

2.) Im jüdischen Verständnis bedeute jeder angefangene 24-Std-Tag schon "Tag und Nacht"

 

Diese Argumentation geht davon aus, dass die Juden von einem Tag und einer Nacht sprechen, auch wenn z.B. nur ein Teil des Tages oder der Teil einer Nacht in Frage kommt.

 

Demnach sei Jesus an einem Freitag gegen 15h gestorben und vor Sonnenuntergang in das Grab gelegt worden. Das sei dann schon der 1. Tag und die 1. Nacht (eigentlich müsste es nach diesem Verständnis richtig heißen: 1. Nacht und 1. Tag)

Dann sei Jesus den Sabbat über im Grab gewesen, also der 2. Tag und die 2. Nacht (die so argumentieren weisen dann auch darauf hin, dass der Sabbat am Abend nach dem Freitag angefangen habe, demzufolge müsste es auch hier nach diesem Verständnis richtigerweise 2. Nacht und 2. Tag heißen).

 

Dann sei Jesus am Sonntag in der Frühe vor Sonnenaufgang, also in der Nacht auferstanden und weil damit schon der 3. Tag begonnen habe sei dies nun der 3. Tag und die 3. Nacht (eigentlich die 3. Nacht und der 3. Tag, nach jüdischer Zählweise).

Als Beleg wird für diese "jüdische Denkweise" wird gerne das Buch Esther aus dem alten Testament angefüht und zwar folgende Verse:

Est 4,16 "Gehe hin, versammle alle Juden, die sich in Susan befinden; und fastet meinethalben, und esset nicht und trinket nicht drei Tage lang, Nacht und Tag; auch ich werde mit meinen Mägden ebenso fasten. Und alsdann will ich zu dem König hineingehen, was nicht nach dem Gesetz ist; und wenn ich umkomme, so komme ich um! Est 4,17  Und Mordokai ging hin und tat nach allem, was Esther ihm geboten hatte.Est 5,1 Und es geschah am dritten Tage, da kleidete sich Esther königlich und trat in den inneren Hof des Hauses des Königs, dem Hause des Königs gegenüber. Und der König saß auf seinem königlichen Throne im königlichen Hause, dem Eingang des Hauses gegenüber."

Dem aufmerksamen Leser ist sicherlich nicht entgangen, dass Esther hier von "drei Tage lang, Nacht und Tag" spricht und nicht von "Tag und Nacht" (wie dies auch in manchen "getuneten" Bibelübersetzungen steht).

 

Demnach berichtet die Bibel hier von folgender Chronologie:

 

- eine angebrochene Nacht = 1. Nacht

- ein ganzer Tag = 1. Tag

- eine ganze Nacht = 2. Nacht

- ein ganzer Tag = 2. Tag

- eine ganaze Nacht = 3. Nacht

- ein angebrochener Tag = 3. Tag = Esther geht zum König

 

Diese Bibelstelle spricht also von einer Chronologie von mindestens 48 Std + 1 Sek bzw. maximal 72 Stunden und ist eben nicht geeignet die 2 Tage und 2 Nächte Theorie der Freitags-Kreuzigung und Oster-Auferstehung zu untermauern. 

 

3.) Die Juden hätten am Tage nach der Kreuzigung Wachen bis auf den 3. Tag angefordert

 

Der Gedanke basiert auf folgender Bibelstelle:

 

Mt 27,62 Des folgenden Tages aber, der nach dem Rüsttage ist, versammelten sich die Hohenpriester und die Pharisäer bei Pilatus Mt 27,63 und sprachen: Herr, wir haben uns erinnert, daß jener Verführer sagte, als er noch lebte: Nach drei Tagen stehe ich wieder auf. Mt 27,64 So befiehl nun, daß das Grab gesichert werde bis zum dritten Tage, damit nicht etwa seine Jünger kommen, ihn stehlen und dem Volke sagen: Er ist von den Toten auferstanden; und die letzte Verführung wird ärger sein als die erste.

 

Auch diese Bibelstelle eignet sich kaum die Freitag-bis-Sonntag-Theorie zu stützen.

Wenn die Juden zu Pilatus sagen "nach drei Tagen" dann wiederholen sie das, was Jesus in Mk 10, 34 selbst gesagt hat, nämlich, dass ER nach drei Tagen auferstehen werde. Jesus hatte aber auch mehrmals gesagt, dass er am 3. Tage auferstehen würde. Der "worst-case" für die Juden aber war, dass Jesus nach drei Tagen - also in der 3. Nacht - auferstehen würde.

Gerechnet von dem Tag, als die Juden bei Pilatus wegen der Wachen vorsprachen, hätte man das Grab also noch bis zum dritten Tag bewachen müssen um ganz sicher zu gehen. Wäre Jesus dann nicht in der Nacht auferstanden, hätte man die Wachen den Tag darauf getrost wieder abziehen können, denn selbst wenn Jesus dann am darauf folgenden Tag auferstanden wäre, hätte man IHN als Lügner hinstellen können, denn dann wäre seine Vorhersage aus Mt 12, 40 nicht eingetroffen.

 

Als Jesus dann in der Nacht auferstanden war, in der das Grab noch bewacht war, musste man die Wachen bestechen und eine Lüge verbreiten ...

 

4.) Im Leben Jesu gäbe Indizien, die darauf hinweisen, dass ER sein Erlösungswerk an einem Freitag vollendet habe, dann am Sabbat ruhte um sein neues Werk ab Sonntag fortzuführen

Dies basiert auf folgender Ansicht:

 

"Für die Kreuzigung Jesu am Freitag spricht auch folgender Gedanke: So wie Gott die Erschaffung der Welt am Freitag beendete und von seinen Werken ruhte, so schloss Jesus sein irdisches Erlösungswerk am Freitag ab und ruhte am Sabbat im Grab. Am Sonntag dagegen „arbeitete" er wieder, übte Seelsorge und legte die Bibel aus. Diese Parallele zwischen der Sabbatruhe Jesu bei der Schöpfung und bei der Wiederherstellung der Schöpfung ist ein starkes Argument für seine Kreuzigung am Freitag."

 

Diese Argumente sind reine Spekulationen und Wunschgedanken um die Sonntagsauferstehung zu rechtfertigen. Es können hierzu keine Bibelstellen benannt werden. Man kann diesen Argumenten allerdings entgegen halten, dass Jesus in seinem Leben gaz und gar nicht am Sabbat ruhte sondern vielmehr Gutes tat, Kranke heilte und Besessene befreite - sehr zum Ärgernis der Pharisäer ...

 

5.) der Pharisäer fastete 2x in der Woche?

Ein häufiges Argument bezieht sich auf den folgenden Bibeltext:


Lk 18:12 Nhsteuw diV tou sabbatou, apodekatw panta osa ktwmai.

[Nestevo dis tou sabbatou, apodekato panta osa ktomai.]


Die allgemein bekannte Übersetzung lautet:
 


Lk 18:12 Ich faste zweimal die Woche, ich verzehnte alles, soviel ich erwerben werde.

 

Zuerst wurde dies folgendermaßen übersetzt:


Lk 18.12
Ich faste [zweimal] des Sabbats, ... 

 

Der Werdegang der Übersetzung dieses Verses endete mit:

 

Lk 18.12 Ich faste während des Sabbats, ... 

 

Erklärung:

 

Diese Bibelstelle veranlasst viele Übersetzer anzunehmen, dass "Sabbat" mit "Woche" übersetzt werden kann.


Ebenso die Stelle aus Markus 16.9:


Mk 16:9 AnastaV de prwi prwth sabbatou efanh prwton Maria th Magdalhnh, af
hV  ekbeblhkei epta daimonia. 


Mk 16,9: Als er aber aufstand früh am ersten eines Sabbats, erschien er zuerst Maria, die von Magdala, von der er sieben Dämonen herausgeworfen

hatte. 

 

Ohne auf diese Bibelstelle jetzt näher eingehen zu wollen, finden wir hier ein ähnliches Problem, denn hier wird Sabbat auch allgemein mit Woche übersetzt.

 

Wir wollen mit Gottes Hilfe versuchen, die richtige Übersetzung zu finden.

 

"Sabbat" steht in den unterschiedlichsten Formen im Grundtext: 


Mal im Dativ (dritten Fall), im Genitiv (zweiten Fall) usw., auch im Plural (Mehrzahl) und auch im Singular (Einzahl); je nach Satzbau bzw. Anwendung.

 

Hier im Text bei Lk18 steht es im Genitiv, also im 2. Fall Einzahl.

In Mk 16,9 aber steht es im Genitiv, 2. Fall Plural.
 

Wenn Sabbat je nach Bedarf mit Woche übersetzt werden kann, fragen wir uns, ob dann der Fall und Einzahl oder Mehrzahl keine Bedeutung haben.

 

Woche heißt - ebdomaV, -adoV [ebdomas, -ados] - besonders siebentägige Woche.

 

Dieses Wort finden wir im AT bei Mose und auch bei den Propheten, nur eben nicht im NT; und das ist kein Zufall.

 

Wenn also auch "twn sabbatwn" (ton sabbaton) "die Woche" heißen soll, wie es z.B. in Ap 20.7 geschrieben steht, denn steht hier in der Apostelgeschichte das Wort im 2. Fall Plural, dann kann man also Sabbat immer mit Woche übersetzten, so wie der Übersetzter es denkt, und der Heilige Geist hat es in den bestimmten Fall oder in Mehrzahl oder Einzahl gesetzt, weil es sich besser liest?


Es ist bewusst ironisch ausgedrückt.


Wir sehen im Text des Wortes Gottes, dass dies also widersprüchlich ist.

Wir erkennen also, dass man es sich nicht ganz so einfach machen kann, nur weil man vielleicht den Sinn des Textes nicht versteht.

 
Deshalb übersetzte Christanismos hier vorerst:


Lk 18.12 Ich faste [zweimal] des Sabbats,...

 
Zugegeben, es macht wenig Sinn, aber es ist in Bezug auf den Sabbat in der Einzahl richtig.
Also muss der Fehler irgendwo anders liegen.

 
Betrachten wir uns den altgr. Text genauer:
Nhsteuw
diV tou sabbatou,

so fällt uns hier ein dis auf.


Allgemein heißt "
dis" zweimal oder doppelt.


Wenn es aber von dia her abgeleitet wird, so kann es u.A. auch "während" heißen, z.B. vor Konsonanten, so, wie wir es im Text vorfinden.


Es kann auch wie im Lateinischen von duo oder dis abgeleitet werden und kann
u.A. auch folgende Bedeutungen haben: geben, darreichen, weihen, opfern und andere Bedeutungen haben. Wir sehen also, einfach "Sabbat" in "Woche" zu verwandeln, ist zu einfach, vor allen Dingen, weil ja die Schrift im AT den Ausspruch

- ebdomaV, -adoV [ebdomas, -ados] - "Woche", kennt.

 
Sabbat im Pl. [Mehrzahl] kann nicht das gleiche Wort sein wie im Sing.  [Einzahl].
Daher übersetzt Christianismos "dis" richtig:

 
Lk 18.12 Ich faste während des Sabbats, ...

 

(Quelle: http://www.christianismos.de/2005/titel_texte.cfm?aktion=anzeigen&id=224&textart=Lehre)

 

6.) Die frühe Kirche in der Apostelgeschichte hat sich bereits am Sonntag versammelt?

Die Bibelstellen die hierzu herangezogen werden sind: Apg. 20, 7 und 1Kor 16,2. Aber auch hier steht im Griechischen Grundtext das Wort "sabbatwn" und Luther übersetzte diese Stellen 1545 wie folgt:

 

Apg 20, 7            Auf einen Sabbat aber, da die Jünger zusammenkamen, das Brot zu brechen, predigte ihnen Paulus und wollte des andern Tages   ausreisen und verzog das Wort bis zu Mitternacht.


1Kor 16,2            Auf je der
Sabbate einen lege bei sich selbst ein jeglicher unter euch und sammle, was ihn gut dünkt, auf daß nicht, wenn ich komme,   dann allererst die Steuer zu sammeln sei.


Im Tabellenkalkulationsprogramm Excel würde eine solche Argumentation als Zirkelbeziehng erkannt und abgelehnt werden, denn man kann nicht eine falsche Auslegung mit einer ebenso falschen Übersetzung begründen.

Hier ist also eindeutig davon die Rede, dass sich die Gemeinde an einem Sabbat versammelte, wie sie dies nachweislich auch bis in das 4. Jahrhundert tat (sonst hätte man es ja auch beim Konzil von Laodizea 364 n. Chr. nicht verbieten müssen).


7.) in der Offenabrung 1, 10 wäre der Tag des Herrn bereits als Sonntag erwähnt

 

Off 1:10 Egenomhn en pneumati en th kuriakh hmera kai hkousa opisw mou fwnhn megalhn wV salpiggoV,

Off 1.10 Ich wurde im Geist an dem Herrn gehörigen Tag und hörte hinter mir eine laute Stimme wie eine Trompete,

egenomhn (egenomin)
- die Vergangenheitsform von - werden, geboren;

kuriakoV (kyriakos) - dem Herrn gehörig; kuriakh (kyriaki) - bezogen auf den Tag ist es hier die weibliche Form, darum die Endung "h"
 

pneumati (pnevmati) - kann nicht auf den Heiligen GEIST Gottes bezogen werden, da es im Grundtext mit kleinem Anfangsbuchstaben geschrieben ist.

 

Wenn der Grundtext im NT vom Heiligen GEISTspricht, so ist es mit großen Anfangsbuchstaben geschrieben. Ausgenommen ist z.B. die Stelle aus dem AT, des Propheten Joel, die Petrus anführt:

Apg
2:17 kai estai en taiV escataiV hmeraiV, legei o QeoV, ekcew apo tou pneumatoV (pnevmatos = GEIST) mou

Als Anmerkung sei hier noch erlaubt zu sagen, dass durch das Abschreiben des Textus receptus in der heutigen Zeit leicht Fehler entstehen können, da die Texte in der Regel digital verfasst werden. Es ist ratsam, in solchen Fällen den byzantinischen Text zur Prüfung zur Hilfe zu nehmen.

Weiter im Vergleich:

Diese Stelle aus der Offenbarung wird unterschiedlich übersetzt, und es werden dadurch auch verschiedene Lehrmeinungen gebildet, die nicht mit der Aussage der Heiligen Schrift übereinstimmen müssen.
 Dieses - egenomhn (egenomin) - "Werden" (hier in der Vergangenheitsform) hat im Wort des Herrn eine bestimmte Bedeutung. Es ist nicht das "War", als Ausdruck der Vergangenheit, sondern die Entwicklung von Gott, das Werden, wie bei Genesis bzw. 1.Buch Mose.

kuriakh -
wird als Tag des Herrn, oder des Herrn Tag, oder auch als Sonntag übersetzt; Griechische Übersetzer schreiben "Kuriakh" und meinen damit, es ist der Sonntag. "Kuriakh" (Kyriaki) bedeutet im Neugriechischen "Sonntag", es ist also ein Name.

 

Sie übersehen aber folgendes, dass:

a) im Text "kuriakh hmera" steht. Das Wort kuriakh ist mit kleinem
Anfangsbuchstaben geschrieben, und es steht nicht alleine, sondern zusammen
mit dem Wort "hmera". Wenn dann Sonntag richtig wäre, müsste hier übersetzt werden mit "Sonntag Tag".

b) es kein neugr. sondern ein altgr. Wort ist und heißt in der Grundform:
kuriakoV;

 

Wie wir oben erklärt sehen, heißt kuriakoV (kyriakos) übersetzt: dem Herrn gehörig; somit kann die Übersetzung nur wie folgt lauten:

... en th kuriakh hmera (en ti kyriaki imera) =
...
an dem Herrn gehörigen Tag

 
Offb
1.10 Ich wurde an dem Herrn gehörigen Tag im Geist und hörte hinter mir eine laute Stimme wie eine Trompete, ...
 

Es sei noch einmal erlaubt, folgende Bibelstelle anzuführen

1Kor
1 Sunercomenwn oun umwn epi to auto, ouk esti Kuriakon deipnon fagein.


1.Kor 1 Also, wenn ihr zu demselben zusammenkommt, ist es nicht, das dem HERRN gehörige Mahl zu essen.


Kein Übersetzer schreibt hier Sonntags-Mahl, sondern sie schreiben, dass es das Mahl des Herrn oder das Abendmahl ist.
(Hier steht in der Elberfelder-Übersertzung wieder in der Fußnote richtig: w. das dem Herrn gehörende Mahl).

 

Wir erkennen also, dass es nicht der Sonntag sein kann.

(Im Altgr. gibt es diesen Begriff gar nicht.)

 

Und warum ist das so?

Mt 12:8 kurioV gar esti kai tou sabbatou o UioV tou anqrwpou.

Mt 12.8 Denn der SOHN des Menschen ist auch HERR des Sabbats.

(Und nicht Herr des Sonntags!)